TEIL 7/7
Friedrich Schillers „Ode an die Freude“
In Schillers 1785 verfassten Gedicht „Ode an die Freude“ wird es deutlich: Beschrieben ist das klassische Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen, die durch Freude und Freundschaft unter einem „Vater, der im Sternenzelt wohnt“ miteinander verbunden ist. Der Vater im Sternenzeltist hier wiederum nicht als der „Liebe Gott“ gedeutet, sondern als für Deutschland stehender „Allvater“.
Zitat: „Seid umschlungen Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt! Brüder – überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen.“
Der Duktus ist nicht ohne Pathos, doch der Pathos ist erhaben. Schiller schreibt: „Deine Zauber binden wieder, was der Mode Schwert geteilt. Bettler werden Fürstenbrüder, wo dein sanfter Flügel weilt.“
Interpretation: Was die Mode, in dem Fall Public Relation, Propaganda, ferner Suggestion, geteilt hat, wird über den Zauber der Freude wieder geheilt. Arme Menschen werden zu Fürsten und zu Brüdern: Fürstenbrüder. Die „Stände“, in dem Fall „Klassenunterschiede“, heben sich auf.
Es heißt weiter: „Duldet mutig Millionen! Duldet für die bess’re Welt!“
D. h: Eine neue, bessere Welt entsteht.
Und schließlich: „Unser Schuldbuch sei vernichtet! Ausgesöhnt die ganze Welt! Brüder – überm Sternenzelt richtet Gott wie wir gerichtet. … Wahrheit gegen Freund und Feind, Männerstolz vor Königsthronen, Brüder gält es Gut und Blut, dem Verdienste seine Kronen, Untergang der Lügenbrut! … Brüder trinkt und stimmet ein, allen Sündern soll vergeben und die Hölle nicht mehr sein.“
Vision des Weltfriedens: Antizipation erlösten Deutschseins
Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ wurde von Ludwig van Beethoven vertont und ist auch als Vision eines Weltfriedens, nach einer Welt ohne Krieg und Leid, zu verstehen.
In vorliegendem Kontext ist das Gedicht anders, nämlich auch spirituell-energetisch, interpretiert. Lt. obigem Zitat ist „das Schuldbuch“ der sich auflösende deutsche Schuldkult, aufkeimende „Wahrheit gegen Freund und Feind“ führt zur „Aussöhnung mit der ganzen Welt“, „Männerstolz vor Königsthronen“ bedeutet die Rückgewinnung wahrhaftigen Mannseins vor jedweder Autorität, damit Auflösung der Untertanenmentalität, Untergang der „Lügenbrut“ und eine „vergehende Hölle“ sprechen für sich selbst.
Je nach Deutung ergeben sich verschiedene Muster, hier ist „Ode an die Freude“ die Antizipation erlösten Deutschseins – und damit wahrer Freiheit. Freiheit bedeutet wahres, künftiges Deutschsein. Die politisch-ökonomische Identität weicht einer geistigen. So wird es aus Mitteleuropa hinausstrahlen in die ganze Welt. Das Paradigma wird andere Länder beeinflussen und eine Kettenreaktion zur Folge haben, in welcher andere Länder es den „Befreiten“ gleich tun:
Damit ist Deutschsein die Anleitung dafür, ein freier Mensch zu werden.
Heile den deutschen Egregor
@arminius_erben
Post #276130
17
Forwarded from Arminius Erben