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Erst die Nachricht. Dann die deutsche Antwort darauf.ARCHIVMELDUNG – 15. Juli 2016, Istanbul:Putsch in der Türkei. Panzer besetzen die Bosporus-Brücke. Der Präsident meldet sich per FaceTime aus dem Urlaub. Eine Moderatorin hält ein iPhone in die Kamera, und was dann passiert, ist kein Drehbuch, sondern dokumentierte Realität:
Das Volk geht auf die Straße. „Halt! Stopp! Das ist unser Präsident! Wir lieben unseren Präsidenten!" Menschen stellen sich vor die Panzer. Menschen legen sich unter die Panzer. Ein Mann lässt sich überrollen, steht auf, läuft dem nächsten Panzer entgegen. Überlebt. Rund 250 Menschen sterben in dieser Nacht. Für ihren Präsidenten.
Soweit die Türkei. Jetzt die Frage, die kein Presseclub wagt:
Ein Panzer rollt auf Merz zu. Was macht das deutsche Volk?Sieben gesicherte Erkenntnisse:
1. Die Anschieber Niemand stellt sich in den Weg. Im Gegenteil: „Schneller! Schneller! Los, anschieben, der Motor stottert! Schießen Sie doch endlich!" Deutschland, das Land der Helfer. Man muss nur wissen, wem.
2. Die Nachlade-Hilfe „Munition alle? Kein Problem, wir laden nach! Haben Sie Handschuhe dabei? Sonst kriegen Sie sich noch schmutzig!" Reichsbürger gibt es in diesem Land genug. Der Unterschied zu früher: Diesmal stehen sie auf der richtigen Seite des Panzers. Nämlich dahinter. Schiebend.
3. Der Zielberater „Halt! Warten Sie! Hinter Ihnen steht der Habeck! Zuerst auf ihn! Oder nein, danach auf ihn. Reihenfolge egal. Hauptsache beide." Der Deutsche ist kein Unmensch. Der Deutsche priorisiert.
4. Die Reservearmee „Wir haben auch einen Panzer! Gut, es ist ein Fendt mit Frontlader, aber Attacke!" Und hinter dem Trecker: Mistgabeln, Heugabeln, drei Rasenmäher und ein Kleingärtner mit Heckenschere. Man nimmt, was da ist. Der Volkssturm von damals war ein Organisationstalent dagegen.
5. Die Wegweiserin vom Fenster „Der wohnt da gar nicht! Fahren Sie nach Berlin! Warten Sie, ich drucke Ihnen die Route aus! Und in Brilon hat er noch ein Haus, da steht der Maserati!" Ortskenntnis schlägt Satellitennavigation. Seit jeher.
6. Der Ex-Soldat „Lassen Sie mich ran, ich hab beim Bund Leopard gefahren! Ich kenn die Abkürzung durchs Regierungsviertel! Und den Gang da hinten, der klemmt nur!" 400.000 ausgebildete Panzerfahrer leben in diesem Land. Alle arbeitslos. Alle bereit.
7. Der Parteikollege „Warten Sie, ich nehme den Hubschrauber und komme mit! Ich kenne seinen Terminkalender, die Zahlencodes, die Hintertür!" Der härteste Feind eines CDU-Vorsitzenden sitzt nicht im Panzer. Er sitzt im eigenen Vorstand und winkt freundlich. Wo bleibt da der
Schwurbel?
Merke: In der Türkei legt sich das Volk unter den Panzer, um den Präsidenten zu retten. In Deutschland legt sich das Volk ins Zeug, damit der Panzer ihn auch findet.
😁 Wer über Politik und die Eliten nur noch lachen kann, der sollte sich unseren Kanal anschauen. Da rollt der Konvoi weiter:
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