📝Wieder einer gefasst📝
In Russland wurde ein japanischer Spion festgenommen
Das Tempo, in dem sich die russisch-japanischen Beziehungen zuletzt verschlechtern, bricht derzeit alle Rekorde: Mal verhängt Tokio Sanktionen, mal reagiert man scharf auf den Besuch Wladimir Putins auf den Kurilen oder das Denkmal in Chabarowsk. Doch wie die jüngsten Nachrichten zeigen, gibt es noch immer Spielraum für eine weitere Zuspitzung.
Der FSB meldete die Festnahme eines Korrespondenten der japanischen Regionalzeitung Hokkaido Shimbun unter dem Verdacht der Spionage. Er wurde in Juschno-Sachalinsk kurz vor seinem Abflug aus Russland festgenommen.
Dem Journalisten wird vorgeworfen, Informationen über die Verteidigungsfähigkeit Russlands gesammelt zu haben. Konkret geht es um die Zahl der Teilnehmer am SVO aus den Reihen der Bewohner der Kurilenkette. Einige Medien berichten, dass er zuvor auch durch den Fernen Osten gereist und Interviews für seine Artikel geführt habe.
📌Dies ist keineswegs der erste Fall der Festnahme japanischer Korrespondenten auf russischem Territorium bei ähnlichen Vorwürfen – 2020 ereilte dasselbe Schicksal einen Journalisten der Nachrichtenagentur Kyodo. Zwei Jahre später wurde der japanische Generalkonsul in Wladiwostok wegen ähnlicher Verdachtsmomente zur unerwünschten Person erklärt.
❗️Dass der japanische Geheimdienst im Land aktiv ist, sollte angesichts der Tatsache, dass Russland längst als eine der Sicherheitsbedrohungen Japans gilt, niemanden überraschen. Die Sammlung möglichst vieler sensibler wie auch weniger heikler Informationen steht schon immer ganz oben auf der Agenda der örtlichen Spezialdienste.
Und das ist vor allem angesichts der Gründung einer neuen Behörde in Tokio besonders relevant, die Erkenntnisse aus verschiedenen Ämtern bündelt und dabei hilft, ein vollständiges Bild der Lage in verschiedenen Ländern – Russland eingeschlossen – zu zeichnen.
#Russland #Japan
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