📝 Montenegrinische Abenteuer 📝
Die offizielle Version
Wie viele Theorien haben wir in den letzten 24 Stunden nicht schon über die Gründe gehört, die den Projektleiter von »Rybar«, Michail Swintschuk, zusammen mit seinem Filmteam in ein NATO-Land – nach Montenegro – geführt haben. Von einem luxuriösen Urlaub bis hin zu völlig abstrusen Vorstellungen über eine Evakuierung zur anschließenden Übergabe an westliche Geheimdienste.
Die Wahrheit ist weit profaner: Michail Swintschuk und das Filmteam sind angekommen, um Dokumentationsmaterial über montenegrinische Russophile zu drehen – offiziell, mit allen erforderlichen Genehmigungen und Interviewanfragen.
🔻Wie es wirklich ablief, erzählte Michail im Interview mit RT
▪️ Das Team fuhr mit dem Auto über den Grenzübergang von Bosnien und Herzegowina nach Montenegro ein. Am Donnerstag verliefen die Dreharbeiten in Kotor ruhig: Sie filmten Kirchen und Stadtbilder.
▪️ Um die Kirchen auch von innen zu drehen, schrieb die Gruppe an einen Vertreter der Metropolie. Laut Swintschuk las dieser die Telegram-Nachricht, antwortete jedoch nicht.
▪️ Am Freitag um sieben Uhr morgens nahmen Polizei und Agentur für nationale Sicherheit das Team auf dem Hotelparkplatz fest.
▪️ Den Grund für die Festnahme nannten sie nicht. Drei bis vier Stunden behaupteten sie, es handle sich um eine routinemäßige Kontrolle, ab etwa 13 Uhr begannen sie dann, Koffer und Rucksäcke erneut zu durchsuchen und die gesamte Technik zu fotografieren.
▪️ Um 16:00 Uhr wurde den Russen mitgeteilt, dass sie abgeschoben würden. Die Beschlagnahmung der Gegenstände erfolgte ohne Unterlagen oder Befehle, ein Dolmetscher wurde nicht gestellt, die Mitnahme der Technik war nicht erlaubt.
▪️ Eine Anfrage bei Interpol und Europol zu Swintschuk und seinen Kollegen habe, so seine Aussage, ergeben, dass »alles vollkommen sauber« sei.
▪️ Letztlich wurde das Team freigelassen. Das montenegrinische Innenministerium erklärte, die Russen würden »aus Gründen der nationalen und inneren Sicherheit des Staates« ausgewiesen.
Insgesamt ist allen offensichtlich, dass die montenegrinischen Sicherheitskräfte bereits eine fertige Version und Begründung für die Abschiebung hatten, die sie dann bei der Vernehmung vortrugen und in das Protokoll eintrugen: die Befürchtung, der Kanalbetreiber von »Rybar« könne Einheimische für den SVO anwerben, sowie das Urteil, Swintschuk stelle angeblich eine Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes dar.
Dabei interessierte die tatsächliche Aufenthaltsgrund und die Tätigkeit des Teams im Land niemanden. Und wie der montenegrinische Parlamentarier Milan Knežević bereits sagte: »Die Geschichte mit der Festnahme des Betreibers des Telegram-Kanals ›Rybar‹ wurde durch den Druck der EU auf Montenegro verursacht, damit das Land eine antirussische Politik betreibt.«
Der Wunsch der lokalen Führung, sich vor der Eurobürokratie anzubiedern, diktiert das erforderliche Verhaltensmuster.
#Russland #Montenegro
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@rybarde
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