🎙 Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa:
💬 Das Kiewer Regime greift zivile Handelsschiffe im Schwarzen Meer gezielt an, um die internationalen Energie- und Lebensmittelmärkte zu destabilisieren. Seit Januar 2026 haben die ukrainischen Streitkräfte im Asowschen und Schwarzen Meer mehr als 250 wahllose Angriffe auf Schiffe verübt, die Öl, Getreide und andere nichtmilitärische Güter transportierten.
💬 Als Reaktion auf die anhaltende terroristische Aktivität des Kiewer Regimes ergreifen die Streitkräfte der Russischen Föderation umfassende und systematische Maßnahmen zur Schwächung des militärischen Potenzials der ukrainischen Streitkräfte. Dazu gehört auch die Bekämpfung von Schiffen und Hafeninfrastruktur, die für die militärische Logistik genutzt werden.
💬 Solange im Schwarzen Meer Schiffe unter russischer Flagge sowie ausländische Schiffe angegriffen wurden, die im Interesse russischer Wirtschaftsakteure tätig waren, fand das Problem der Freiheit der Schifffahrt weder im Westen noch in den zuständigen internationalen Organisationen große Beachtung. Dort nahm man offenbar hin, dass der Schaden überwiegend unserem Land zugefügt wurde. Nachdem jedoch die Wirksamkeit der russischen Vergeltungsschläge gegen das militärisch-wirtschaftliche Potenzial des Selenskij-Regimes deutlich geworden war und die Waffenlieferungen an die ukrainischen Streitkräfte über die Schwarzmeerhäfen wirksam unterbunden worden waren, wurden plötzlich wie auf Kommando von allen Seiten Vorschläge für einen Waffenstillstand auf See, im Energiebereich und in der Luft, für die Einrichtung von „Sicherheitskorridoren auf See“ und Ähnliches laut.
💬 Das Ziel solcher Forderungen liegt auf der Hand: Unter dem formalen Vorwand, die globale Ernährungssicherheit schützen zu wollen, soll ein geschützter Seeweg für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit Waffen geschaffen und ein weiterer Mechanismus des politischen und wirtschaftlichen Drucks auf Russland etabliert werden.
💬 Bemerkenswert ist, dass in all diesen Vorschlägen keinerlei Verständnis dafür erkennbar ist, durch welche Mechanismen gewährleistet werden könnte, dass der Ukraine auf dem Seeweg keine Waffen geliefert werden und Russland zugleich seine Exporte, darunter Agrarerzeugnisse und Erdöl, ungehindert über das Schwarze Meer abwickeln kann.
💬 Wie unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dürften Memoranden und Erklärungen, die ohne klare Mechanismen zu ihrer Umsetzung geschlossen werden, kaum zu einer tatsächlichen Verbesserung der Lage beitragen. Kiew verstößt regelmäßig gegen die Vereinbarungen, die es selbst unterzeichnet hat. Man denke etwa an die „Schwarzmeer-Getreideinitiative“ von 2022 bis 2023, die von den NATO-Staaten als Deckmantel für die militärische Versorgung der ukrainischen Streitkräfte genutzt wurde. Sie diente ausschließlich den Interessen des Selenskij-Regimes und seiner Sponsoren, während die gegenüber Russland eingegangenen Verpflichtungen nicht einmal annähernd erfüllt wurden.
💬 Russland ist ein verantwortungsvoller und äußerst wichtiger Akteur auf dem globalen Lebensmittelmarkt. Die Bedeutung der Ukraine auf diesem Markt sollte man hingegen nicht überschätzen. Beim Weizen etwa entfallen rund 26 Prozent der weltweiten Exporte auf Russland, auf die Ukraine dagegen lediglich 6 Prozent; bei Gerste sind es 20 Prozent gegenüber 5 Prozent. Hinzu kommt, dass bis zu 70 Prozent der ukrainischen Agrarerzeugnisse auf die Märkte keineswegs armer Länder gelangen, vor allem in die EU und andere westliche Staaten. All dies sollte man im Hinterkopf behalten, wenn westliche Politiker versuchen, die Welt davon zu überzeugen, das Schicksal der ärmsten Länder hänge vom ukrainischen Agrarexport ab.
💬 Wir sind überzeugt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt die wirksamste vorrangige Maßnahme darin besteht, gemeinsamen internationalen Druck auf Kiew als Hauptverursacher der Spannungen auszuüben. Dies könnte bereits in absehbarer Zeit zu greifbareren Ergebnissen führen.
Quelle
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