📣 Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa:
💬 Nach den massiven Ausweisungen von Mitarbeitern russischer diplomatischer Vertretungen in Deutschland im Jahr 2023 begrenzte die russische Seite als Gegenmaßnahme die Gesamtzahl der Beschäftigten deutscher Auslandsvertretungen in Russland. Hintergrund war das zunehmende zahlenmäßige Ungleichgewicht beim Personalbestand zu unseren Ungunsten. Ich möchte noch einmal betonen, dass dies ausschließlich als Reaktion auf die entsprechenden Schritte Deutschlands erfolgte. Der deutschen Seite wurde das Recht eingeräumt, selbst zu entscheiden, welche Personen unser Land verlassen mussten. Gerade aufgrund der Entscheidung Berlins gehörten auch einige in Russland tätige Mitarbeiter des Goethe-Instituts zu diesem Personenkreis.
💬 Was das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin betrifft, so ist es in den vergangenen Jahren auf Betreiben der deutschen Behörden zur Zielscheibe unbegründeter und unbewiesener Vorwürfe geworden. Seine Konten bei deutschen Banken wurden eingefroren, Zahlungen für Versorgungsleistungen blockiert.
💬 Am 1. September 2026 kündigte die deutsche Seite das bilaterale Regierungsabkommen vom 4. Februar 2011 über die Tätigkeit von Kultur- und Informationszentren, das sowohl die Arbeit des Russischen Hauses als auch die des deutschen Goethe-Instituts in Russland regelte. Berlin wies die Mitarbeiter des Russischen Hauses an, das Bundesgebiet innerhalb einer Woche zu verlassen.
💬 Gesche Joost verkündete das Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen. Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, sagte, damit würden die allerletzten Türen des Kulturaustauschs zwischen Deutschland und Russland geschlossen. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Deutsche zu uns nach Russland kommen, weil sie hier leben und arbeiten wollen.
💬 Wir sind offen für einen echten kulturellen Dialog mit den Völkern aller Länder, einschließlich Deutschlands. Und dieser Dialog wird stattfinden. Die wechselhaften politischen Entwicklungen werden vorübergehen. Unser gesamtes Wissen übereinander und unsere kulturellen Verbindungen werden gefragt sein. Sie sind es schon jetzt. Die durch zwischenstaatliche Abkommen geregelte organisatorische Form solcher Beziehungen setzt gegenseitigen Respekt voraus. Diesen hat die deutsche Seite in diesem Fall nicht gezeigt.
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