🗓 Am 5. September 2026 fand am sowjetischen Ehrenmal „Stalag 326 (VI K) Senne“ eine feierliche Gedenkveranstaltung statt.
An der Veranstaltung beteiligten sich Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew, Mitarbeiter der russischen Botschaft, darunter auch des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, Aktivisten des Arbeitskreises „Blumen für Stukenbrock“ und der Jugendorganisation Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), Vertreter der deutschen Öffentlichkeit sowie russischsprachige Landsleute.
Am Obelisken wurden Kränze und Blumen niedergelegt. Vor den Anwesenden sprach Botschafter Sergej Netschajew und dankte den Teilnehmern für ihren Beitrag zur Bewahrung der Erinnerungskultur sowie für die Pflege der sowjetischen Gräber. Der Botschafter betonte:
"Ich bin zutiefst glücklich, heute hier zu sein und gemeinsam mit Ihnen diesen Tag zu begehen, an dem Sie – wie schon seit vielen Jahren, seit fast 60 Jahren – der sowjetischen Soldaten und der sowjetischen Kriegsgefangenen gedenken und sie ehren.
Mein herzlicher Dank gilt dem Arbeitskreis „Blumen für Stukenbrock“. Was Sie über all diese Jahre leisten, ist wirklich eine bürgerschaftliche Heldentat, die wir sehr zu schätzen wissen. Auch in Moskau weiß man, welch wichtige, würdige und ehrenvolle Rolle Sie bei der Bewahrung des Andenkens an die sowjetischen Soldaten spielen. Das werden wir nicht vergessen.
Dies ist umso wichtiger, als die heutige politische Atmosphäre, auch in unseren bilateralen Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland, leider ziemlich turbulent ist.
Umso mehr freut es mich, heute hier am Denkmal für die 65.000 sowjetischen Kriegsgefangenen so viele Kränze und Blumen zu sehen. Ganz offen gesagt: An anderen Gedenkorten habe ich das in letzter Zeit nicht so oft gesehen.
Dafür gebührt Ihnen mein größter Respekt. Hut ab, liebe Freunde!"
Im Rahmen der Veranstaltung sprachen außerdem die Politologin Petra Erler, Werner Hörner, einer der Mitbegründer des Arbeitskreises „Blumen für Stukenbrock“, sowie Vertreter der Organisation Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ).
🔹 Auf der Kriegsgräberstätte in Schloss Holte-Stukenbrock in Nordrhein-Westfalen sind 65 Tausend sowjetische Kriegsgefangene bestattet. Die Gesamtfläche des Friedhofs beträgt etwa 22 Tausend Quadratmeter.
🔹 In den Jahren 1941-1945 waren insgesamt etwa 300 Tausend sowjetische Kriegsgefangene in Stalag 326 inhaftiert, einem der größten Stammlager jener Zeit. Das Mahnmal in Schloss Holte-Stukenbrock wurde von den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen selbst und nach ihrem Entwurf auf dem Gelände des Konzentrationslagers Stukenbrock zum Andenken an ihre Kameraden errichtet. Es wurde am 2. Mai 1945 feierlich eröffnet.
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