🕯 Am 5. September 2026 fand in Hemer (Nordrhein-Westfalen) eine Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Friedhofs Duloh statt.
An der feierlichen Gedenkveranstaltung beteiligten sich Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew, Verteidigungsattaché Oberst Alexej Andrejew, Vertreter der russischen Botschaft in Berlin, darunter auch Mitarbeiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit und des Büros des Verteidigungsattachés sowie Mitglieder des historischen Vereins „Ar.kod.M e.V.“.
Nach Angaben der Stadt sind auf dem Friedhof mehr als 20.000 sowjetische Kriegsgefangene bestattet, von denen die meisten Häftlinge des Kriegsgefangenenlagers Stalag VI A waren.
▫️ Vertreter der russischen diplomatischen Mission und der deutschen Öffentlichkeit legten außerdem Blumen auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof am Höcklingser Weg in Hemer nieder.
Das Gelände des Friedhofs wurde im Januar 1942 von der evangelischen Kirchengemeinde für die Bestattung sowjetischer Kriegsgefangener zur Verfügung gestellt. Innerhalb von 15 Monaten – von Anfang 1942 bis zum Frühjahr 1943 – wurden dort rund 3.500 sowjetische Bürger in 16 Massengräbern beigesetzt.
Das Kriegsgefangenenlager Stalag VI A bestand von 1939 bis 1945 in der Stadt Hemer und zählte zu den größten „Todeslagern“ für sowjetische Kriegsgefangene. Vom Lager aus wurden die Gefangenen zur Zwangsarbeit in Steinkohlebergwerke im gesamten Ruhrgebiet eingesetzt. Im Herbst 1944 befanden sich dort rund 100.000 Menschen. Die Haftbedingungen waren äußerst hart: Unterernährung, Krankheiten, schwere körperliche Arbeit und Misshandlungen führten zu einer hohen Sterblichkeit.
Am 14. April 1945 wurde das Lager im Zuge der Ruhr-Operation von amerikanischen Truppen befreit.
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