Am 27. Juli 2026 nahm in Kingston, Jamaika die 31. Jahrestagung der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) ihre Arbeit auf. Eine russische ressortübergreifende Delegation unter Leitung des stellvertretenden Ministers für natürliche Ressourcen und Ökologie der Russischen Föderation, Dmitri Tetenkin, beteiligte sich an der Sitzung. Die Delegation umfasste auch Vertreter des russischen Außenministeriums, des Ministeriums für natürliche Ressourcen und Ökologie Russlands sowie mehrerer nachgeordneter Fachbehörden.
☝️ In seiner Rede erinnerte Dmitri Tetenkin an die Haltung Russlands zu dem im April 2025 vom US-Präsidenten erlassenen Dekret über den Tiefseebergbau. Der Leiter der russischen Delegation betonte ausdrücklich, dass einseitige Schritte zur Erschließung des Tiefseebodens die im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982 verankerte Ordnung des Gebiets (des Meeresbodens und des Meeresuntergrunds jenseits der Grenzen des Bereichs nationaler Hoheitsbefugnisse) sowie das Mandat der ISA untergraben und zudem den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Staaten, insbesondere der Entwicklungsländer, gefährden.
Dmitri Tetenkin bekräftigte, dass die Russische Föderation die 2023 von Washington einseitig festgelegten äußeren Grenzen des „erweiterten“ Festlandsockels nicht anerkennt, weil dieser Schritt der etablierten internationalen Praxis widerspricht und die entsprechenden Verfahren missachtet.
⚠️ Der Leiter der russischen Delegation rief alle Staaten, einschließlich der USA, dazu auf, sich einseitiger Maßnahmen zu enthalten und keine parallelen Mechanismen zu schaffen, die den Zielen des Übereinkommens von 1982 — einer geordneten, sicheren und vernünftigen Nutzung der Ressourcen des Gebiets zum Wohle der gesamten Menschheit — zuwiderlaufen könnten.
@RusBotschaft
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