CD Rezension
Moshpit
„We Carry The Heart“
(Neuauflage)
Erschienen bei: OPOS-Records
Moshpit (auf Deutsch mit „Rempelkessel“ übersetzbar 🤭) wurde 2001 gegründet.
OPOS-Records wurde dann 2007 gegründet, um die eigene Debüt CD zu veröffentlichen (Heute eines der wichtigsten Labels in der Gegenkultur!). 2012 legte Moshpit dann mit ihrem 2. Album „We carry the Heart“ nach und schlug auch voll ein, wie man vielerorts vernehmen konnte.
So wurde folgerichtig, 2026 der Ausverkaufte Silberling nachgelegt.
Nach hiesiger Kenntnis sind Inhalt und Optik original und vollständig. Also bis auf dem Bandnamen auf dem Frontcover, dem das „h“ in Moshpit fehlt. Laut Label ein Fehldruck. 🤔
Im übrigen finde ich aber die Gesamtgestaltung des Jewelcase für äußerst ansprechend, mit der Blonden Dame auf dem Cover. Welche Buchstäblich, ein Herz in Händen trägt. Was sich auch durch das 12 Seiten Beiheft zieht. Grafisch insgesamt exzellent für 2012. Die Texte der 11 Lieder sind sauber abgedruckt, aber unheimlich klein. Eine Lupe ist da durchaus hilfreich. Insbesondere wenn man den Teilweise unverständlich gesungenen / geschrienen Text nachvollziehen will.
Nun gut, wir sprechen bei Moshpit von Metalcore / Hardcore, und evtl. noch irgendeinem-core, welcher mir namentlich nicht bekannt ist. 😬
Die Lichtscheibe in den Abtaster werfen, und vorsichtshalber die Lautstärke vorneweg etwas herausnehmen, damit dem Nachbarn nicht der Kaffee aus der Hand fällt.
Angezeigt werden am Abspielgerät 12 Tracks, mit einer Spielzeit von 47,53 Minuten. 12 Tracks deshalb, weil dem flotten Reigen noch ein „Prologue“ voran geht, der bei ca. 2,44 Minuten unmerklich und direkt in das Titellied „We carry the Heart“ übergeht. Also hat das schon seine Richtigkeit mit 11 Liedern.
Unterliegt man mit dem „Prolog“ noch einer geschmeidigen „Täuschung“, ob des Klavierspiels und sanfter Melodei, geht es danach durch wie ein MG42, deren Rohr definitiv Rotglühend am Ende der Spielzeit ist. Dauerfeuer auf die Ohren, ohne Deckung zu finden. Man muss es schon ordentlich drauf haben und nicht an Gicht leiden, wenn man so spielen will, wie es das Genre verlangt.
Für mich immer wieder bemerkenswert ist die Schießbude! Der Kamerad muss doch Oberarme wie Schenkel haben… Spreche aber allen Spielleuten hiermit höchste Anerkennung aus!
Auch der Schreihals weiß mich durchaus zu beeindrucken, wie er mit seiner Stimme spielt.
Mal wird nur geschrien, dann wieder ein sehr harmonischer Klargesang dargeboten der mich an irgendeine Mainstream Rockband erinnert… Ich komme nur nicht darauf welche. Vermutlich fällt es mir wieder auf dem Keramikthron ein, wenn diese Rezension schon lange in diesem Internetz zu lesen ist.
Den Eingefleischten Fans dieser Musikrichtung, und insbesondere von Moshpit, muss ich den Silberling sicherlich nicht aufdröseln. Titel wie „Beneath the Surface“, „Spirit of Youth“, „Blessed“ oder „Phoenix“ sprechen inhaltlich absolut für sich. Da ist alles Weltanschaulich hervorragend und in der (Englischen) Wortwahl nicht von der Stange. Man bemerkt im übrigen ohne das Vorwissen gar nicht, das hier Deutsche Jungs, durchweg Englisch als Ausdrucksform verwenden.
Für euren treuen Freund und Erzähler ist dies der erste haptische Tonträger als Vollalbum von Moshpit. Den einen oder anderen Sampler besitze ich aber schon, wo die Krawalljungs ihren Teil beisteuern.
Es dürfte hinlänglich bekannt sein, das der Musikstil nicht der meinige im Alltag ist. Dennoch darf man von dem Vollumfänglichen können der Musiker begeistert sein. 1x im Monat Ohren durch pusten ist legitim. Wer jetzt neugierig geworden ist, oder seine CD von 2012 nicht mehr besitzt, ist damit gut bedient und geholfen.
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