Alle Jahre wieder...
Wir haben noch nicht einmal den Jahrestag des Beginns, der Befreiung Deutscher Ostgebiete (1. September), und dennoch steht in Deutschen Supermärkten schon Weihnachts- Julgebäck.
Im Metereologischen Kalender ist noch Sommer, und ich trage auch noch (nicht Anschlussfähige) T-Hemden ohne Jacke wenn ich raus gehe.
Es fühlt sich also völlig deplatziert an, jetzt schon Spekulatius oder Stollen in den Auslagen zu sehen, geschweige denn zu konsumieren.
Aus einer Zeit, dereinst, der Besinnung und Einkehr von Julfest, Wintersonnenwende und Rauhnächten, ist ein (fast) immer zu bekommener Konsum der Beliebigkeit geworden.
Ich bedaure dies und verweigere mich dem auch.
Ist dieser, viel zu früh, verfügbare Konsum doch Teil der Entwurzelung von Kultur und Tradition in unserer geschundenen Heimat.
Was früher mit Vorfreude auf den ersten Frost und dem ersten Schnee, mit Zimt und Lebkuchen, erwartet wurde... ist inzwischen halt nicht mehr "Alle Jahre wieder".
Es ist nur noch ein Geschäft.
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