Loslassen zu lernen gehört zu den schwierigsten Aufgaben unseres Lebens.
Wir halten an Menschen, Hoffnungen und Vorstellungen fest, weil wir Angst haben, etwas zu verlieren, das uns wichtig ist.
Wir wünschen uns, dass die Dinge so geschehen, wie wir sie geplant haben. Dass andere Menschen so handeln, wie wir es uns erhoffen. Dass unsere Liebe erwidert und unsere Bemühungen anerkannt werden.
Doch das Leben folgt nicht immer unseren Vorstellungen. Und je mehr wir uns dagegen wehren, desto schwerer machen wir es uns selbst.
Loslassen bedeutet nicht, aufzugeben oder gleichgültig zu werden.
Es bedeutet, unser Bestes zu geben, ohne darauf zu bestehen, dass alles so ausgehen muss, wie wir es uns wünschen.
Es bedeutet, einen Menschen zu lieben und dennoch anzuerkennen, dass er anders fühlt und liebt als wir.
Es bedeutet, uns selbst mit unseren Unvollkommenheiten anzunehmen, anstatt ständig gegen das anzukämpfen, was wir an uns nicht mögen.
Wir können uns bemühen, Pläne schmieden, Hoffnungen haben und mit ganzem Herzen für etwas eintreten. Doch wir können weder den Ausgang aller Dinge bestimmen noch die Gefühle anderer Menschen lenken.
Und darin liegt eine der größten Herausforderungen: zu erkennen, was in unserer Hand liegt und was wir dem Leben überlassen müssen.
Loslassen braucht Vertrauen. Auch den Mut, Ungewissheit auszuhalten und einen Weg weiterzugehen, obwohl wir sein Ende noch nicht kennen.
Innerer Frieden entsteht nicht dadurch, dass alles nach unseren Wünschen verläuft, sondern dadurch, dass wir lernen, auch mit dem Unvorhergesehenen zu leben.
Denn wahre Freiheit beginnt dort, wo wir nicht mehr alles festhalten müssen.
Frei nach einem Text von Gilles Richard
@relax_energy
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