5. Sonntag nach Pascha, der Samariterin, Ton 4
Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kenntest, und wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
Joh 4,10
»Wenn wir nicht die Sinne des Leibes schließen, wird wohl das sprudelnde Wasser nicht in uns hervorquellen, welches der Herr jener Samariterin schenkte. Als sie nämlich dieses sinnlich wahrnehmbare Wasser suchte, fand sie das des Lebens, wie es sich in ihrem Innern in sie ergoss. Wie nämlich die Erde von Natur aus Wasser hat und zugleich hervorfließen lässt, so hat auch die Erde des Herzens dieses von Natur aus sprudelnd und quellend – gleichsam das väterliche Licht, welches jener Adam durch den Ungehorsam verlor.«
Hl. Patriarch Kallistos von Konstantinopel, Kapitel über das Gebet
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