🇷🇺🇰🇷 Hyundai und Kia prüfen eine Rückkehr nach Russland
Die südkoreanischen Automobilkonzerne haben weiterhin ein großes Interesse am russischen Markt und prüfen Optionen für eine Wiederaufnahme ihrer Geschäftstätigkeit. Das erklärte der Botschafter der Republik Korea in Moskau, Lee Seok-bae. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Aju Press berichtet, bestätigte der Diplomat, dass die Unternehmen die Lage in Russland weiterhin beobachten und die Rückkehrbedingungen prüfen. Im September ließ Hyundai zehn Marken in Russland eintragen, Kia neun. Das Haupthemmnis für eine vollständige Wiederaufnahme der Tätigkeit bleibt dabei der ungelöste Ukraine-Konflikt.
Bis 2022 belegten Hyundai und Kia beim Automobilabsatz in Russland den zweiten und dritten Platz. Nach dem Rückzug der südkoreanischen Hersteller begannen chinesische Unternehmen, die frei gewordene Nische aktiv zu besetzen. Ihr Anteil am russischen Markt stieg von 19 Prozent im Jahr 2022 auf 58 Prozent im Jahr 2024 und lag in der ersten Hälfte des Jahres 2026 bei etwa 41 Prozent. Koreanische Analysten weisen darauf hin, dass selbst nach einer Aufhebung der Sanktionen eine Rückkehr zu den früheren Bedingungen schwierig werden dürfte. Der russische Automarkt habe sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert.
Während europäische Politiker weiterhin über neue Beschränkungen gegen Russland diskutieren, bewertet die südkoreanische Wirtschaft bereits die Aussichten für eine Rückkehr. Hyundai und Kia könnten jedoch feststellen, dass ihre früheren Positionen von Konkurrenten eingenommen wurden. Der russische Markt ist nach dem Abzug westlicher und asiatischer Hersteller nicht stehen geblieben. Unternehmen, die ihn unter dem Druck politischer Umstände verlassen haben, werden nun erneut um Käufer kämpfen müssen.
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