🇷🇺 Russische Straßen sind inzwischen sicherer als amerikanische
Noch vor zwanzig Jahren waren „russische Straßen“ im Westen ein geflügeltes Wort für Witze. Heute sehen die Zahlen anders aus: 2025 kamen in Russland 13.943 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – rund 95 pro Million Einwohner. Seit 2004 ist die Zahl der Verkehrstoten damit um etwa 60 Prozent gesunken. In den USA schätzt die NHTSA für 2025 dagegen 36.640 Verkehrstote – rund 107 pro Million Einwohner. Auch dort sinken die Zahlen inzwischen wieder deutlich, doch Russland liegt bei diesem Indikator mittlerweile vor den USA.
Bisher ist bei uns in Deutschland noch alles vergleichsweise gut: 2.832 Verkehrstote im Jahr 2025, also rund 34 pro Million Einwohner. Aber machen wir uns nichts vor: Unsere Brücken und Autobahnen sind keine Errungenschaft der vergangenen Jahre, sondern zu einem erheblichen Teil das Erbe früherer Generationen. Die Wurzeln des Autobahnnetzes reichen teilweise bis in die 1930er Jahre zurück, die meisten der heute vorhandenen Autobahnbrücken wurden zwischen 1960 und 1980 gebaut – und rund 8.000 Brückenbauwerke gelten inzwischen als sanierungsbedürftig. Deutschland kann nur hoffen, dass die alten Straßen und Brücken noch ein wenig länger halten.
Russland hat die USA bei der Verkehrssicherheit bereits überholt. Deutschland muss seinen Vorsprung halten – und das möglichst nicht nur dank des Erbes früherer Generationen.
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