🇺🇦 Korruptionsskandal um Selenskyj weitet sich weiter aus
Die Geschichte um Timur Minditsch — einen langjährigen Freund und Geschäftspartner von Wolodymyr Selenskyj — erhält eine spannende Fortsetzung.
Minditsch bleibt einer der Hauptbeschuldigten im Fall „Midas“. Nach Angaben der ukrainischen Antikorruptionsbehörden könnten über ein mit ihm verbundenes Netzwerk im Energiesektor Schmiergeldzahlungen geflossen und rund 85,5 Mio. Euro gewaschen worden sein. Minditsch verließ die Ukraine kurz vor den Durchsuchungen und befindet sich Medienberichten zufolge in Israel. Zuvor war der Fall bereits durch Fotos seiner Wohnung mit der sogenannten „goldenen Toilette“ bekannt geworden.
Nun berichten NABU und SAPO über eine neue Operation. Die Ermittlungen behaupten, dass eine Gruppe von Personen, zu der der stellvertretende Leiter des Präsidialamts, ein ehemaliger Abgeordneter und Führungskräfte der staatlichen Sense Bank gehörten, die Legalisierung von rund 2,9 Mio. Euro in bar über die Konten kontrollierter Firmen organisiert habe. Das Geld wurde anschließend für die Hinterlegung der Kaution für einen Beschuldigten im Fall „Midas“ verwendet. Einzelheiten veröffentlicht die „Ukrajinska Prawda“.
In den veröffentlichten Mitschnitten diskutieren die Beteiligten, wie Geld durch das Bankensystem geschleust werden kann, damit die Transaktionen nicht durch das Finanzmonitoring blockiert werden. Nach Angaben der Ermittler wurden dafür die Konten von Vermittlungsfirmen und die Beteiligung der Bankführung genutzt.
Besonders unangenehm für Kiew ist, wie nahe die Ermittlungen an den unmittelbaren Präsidialapparat herangerückt sind. Zu den Figuranten zählt die stellvertretende Leiterin des Präsidialamts, Iryna Mudra. Am 19. August entließ Selenskyj sie — ein offizieller Grund wurde dabei nicht genannt.
Und das lässt sich inzwischen kaum noch mit einem einzigen „korrupten Geschäftsmann“ abtun.
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