Meine Mama hat mich vor ein paar Monaten tatsächlich mal gefragt:
„Achtet ihr bei eurem Sohn eigentlich nicht auf Bitte und Danke?“ 😄
Doch. Tun wir. Nur eben anders.
Bei uns gibt es kein „Was sagt man jetzt?“ und ich fordere meinen Sohn auch nicht dazu auf, Hallo, Tschüss, Bitte oder Danke zu sagen.
Wir sagen es einfach selbst.
Wenn jemand ihm ein Eis gibt und von ihm kein Danke kommt, kann ich trotzdem sagen: „Danke für das Eis!“
Wenn wir irgendwo ankommen, sage ich Hallo. Und wenn wir gehen, verabschiede ich mich.
Und ganz oft kommt von ihm inzwischen völlig von selbst ein „Danke“, ein „Bitte“ oder auch mal ein ziemlich lautes „TSCHÜSS!“ durch den ganzen Raum. 😂
Gerade beim Hallo merke ich außerdem: Manchmal braucht er einfach einen Moment.
Dann kommt er irgendwo an und möchte vielleicht erst mal gucken, spielen oder warm werden. Ich finde nicht, dass er in diesem Moment jemanden begrüßen muss, nur weil wir Erwachsenen finden, dass sich das so gehört.
Mir ist viel wichtiger, dass diese Worte irgendwann von ihm selbst kommen und nicht, weil neben ihm jemand steht und fragt: „Na? Was sagt man jetzt?“
Deshalb ist mein Gedanke im Alltag ziemlich simpel:
Ich kann Höflichkeit vorleben, ohne sie von meinem Kind einzufordern. 🤎
Diesen Impuls habe ich ursprünglich von Kathy Weber mitgenommen und er ist bei uns inzwischen einfach ganz selbstverständlich im Alltag angekommen.
Wie ist das bei euch – erinnert ihr eure Kinder an Hallo, Tschüss, Bitte und Danke oder lasst ihr das eher laufen? 😄
#mitkinderninverbindung #bittedanke #höflichkeitvorleben #freiwilligkeit #liebe
🙋🏻♀️Ich bin Carina, Mama von 3 Jungs und Ergotherapeutin. Für mehr bewusste Ernährung, bedürfnisorientierte Erziehung und einen entspannteren Alltag mit Kleinkindern
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