Am Sonntag, dem 20. September 2026, ist es in Paris zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Der Protest richtet sich gegen einen Gesetzentwurf, der den Schusswaffeneinsatz durch Polizisten grundsätzlich als Notwehr definiert. Die Beweislast dafür, dass die Schussabgabe unrechtmäßig war, liegt künftig bei den Opfern.
Kritiker befürchten jedoch, dass dies es erschweren könnte, Einsatzkräfte zur Rechenschaft zu ziehen. Die Organisatoren sehen den geplanten Gesetzentwurf als eine "Lizenz zum Töten" und protestierten zugleich gegen Polizeigewalt sowie gegen "staatlichen Rassismus". Die französische Nationalversammlung nahm den Gesetzentwurf am 7. Juli in erster Lesung mit 313 zu 199 Stimmen bei fünf Enthaltungen an. Anschließend wurde er an den Senat weitergeleitet. In Kraft getreten ist das Gesetz bislang nicht.