"Ich habe alles verloren" – Barcelona unter Wasser
Heftige Regenfälle haben Teile des Großraums Barcelona am Wochenende überflutet. In einigen Gebieten stehen Straßen und Gebäude unter Wasser, während Fahrzeuge von den Wassermassen teilweise überflutet wurden. Bewohner berichteten von Wassermassen, die binnen Minuten anstiegen, und schweren Schäden.
Wegen der Gefahr weiterer Sturzfluten halten die Behörden auch am Sonntag die Notfallmaßnahmen aufrecht, haben den Verkehr eingeschränkt und zahlreiche Veranstaltungen abgesagt.
"Die NATO will Krieg" – Wiener fordern Wahrung der Neutralität
Am Samstag haben Hunderte Menschen in Wien für die Wahrung der österreichischen Neutralität demonstriert. Die Demonstranten äußerten ihre Sorge über einen NATO-Beitritt des Landes.
Österreich kooperiert seit 1995 im Rahmen der "Partnerschaft für den Frieden" mit der NATO. Nach Angaben der Wiener Zeitung vom 5. Juni 2026 liefert Österreich zudem Militärgüter unter anderem nach Israel.
Zugleich bekennt sich Österreich weiterhin zur seit 1955 geltenden immerwährenden Neutralität.
Iran rüstet Freiwillige aus: militärisches Ausbildungslager in Teheran eröffnet
Iran hat am Samstag in Teheran ein zweites provisorisches militärisches Ausbildungslager für Freiwillige eröffnet. Die Behörden erklärten, mehr als 500.000 Menschen hätten sich für eine militärische Ausbildung und einen möglichen Einsatz gegen US-Truppen im Falle einer Bodeninvasion gemeldet – darunter auch ausländische Staatsbürger.
Nach Angaben der Organisatoren sollen die Ausbildungskapazitäten deutlich ausgeweitet werden. Bereits ausgebildete Freiwillige können bei Bedarf in Einsatzgebiete entsandt werden.
"Eskalation für Eskalation" – Huthi melden Raketen- und Drohnenangriff auf Aramco in Riad
Die mit Iran verbündeten Huthi im Jemen erklärten am Samstag, sie hätten eine Aramco-Anlage in der saudischen Hauptstadt Riad mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Die Raffinerie ist eine wichtige Industrie- und Versorgungsanlage des staatlichen saudi-arabischen Ölkonzerns in Riad. Militärsprecher Yahya Saree erklärte, die Angriffe seien erfolgreich gewesen und hätten Brände an den Zielorten ausgelöst. Die Huthi bezeichneten die Angriffe als Reaktion auf die "saudische Aggression".
Merz aus Kiew an Putin: "Wir können sprechen, aber erst, wenn die Waffen schweigen"
Bundeskanzler Friedrich Merz reiste am Sonntag überraschend nach Kiew. Von dort und in Begleitung von Wladimir Selenskij schickte er eine Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: "Herr Putin, hören Sie diesen sinnlosen Krieg auf. (…) Wir können sprechen, aber erst, wenn die Waffen schweigen."
"Trotz aller Proteste und Probleme im eigenen Land" – Merz reist nach Kiew
Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Sonntag überraschend in Kiew eingetroffen. Er kündigt neue Unterstützungsmaßnahmen für Kiew an, unter anderem weitere deutsche Hilfen im Umfang von rund 1,35 Milliarden Euro. Auf X schreibt der Kanzler: "Ihr könnt euch auf uns verlassen. Auch Deutschlands Sicherheit hängt vom Ausgang dieses Krieges ab. Deswegen helfen wir auch aus ureigenem Interesse."
Zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien haben den Besuch kritisiert.
In Deutschland ist Merz mit miserablen Zustimmungswerten konfrontiert, in Kiew dagegen kann er sich als großer Unterstützer feiern lassen.
Tag der deutschen Einheit: "Merz und Wadephul dürfen an die Front"
Am Samstag, dem Tag der deutschen Einheit, hat in Dresden ein Friedensprotest stattgefunden. Unter dem Motto "Diplomaten statt Granaten!" forderten die Teilnehmer unter anderem Frieden mit Russland und ein Ende deutscher Waffenlieferungen.
Ein Demonstrant verwies auf die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg und warnte, die Stadt könne erneut zum Schauplatz eines Krieges werden. Ein weiterer Demonstrant kritisierte die deutschen Politiker scharf und erklärte, sie sollten selbst an die Front gehen, um zu erfahren, was Krieg und Tod bedeuten.
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