Pflanzen sind nicht einfach nur Pflanzen. Sie entwickeln sich & gedeihen, sie brauchen die Sonne zum Leben & den Regen zum Wachsen. Sie sind fest in dem Kreislauf des Lebens eingebunden. Jede Pflanze hat eine ganz bestimmte Heilwirkung. Die heilende Wirkung der Pflanzen zu nutzen ist eine uralte Heilmethode.
Obwohl wir in der Schulmedizin so weit fortgeschritten sind & fĂŒr viele Weh-Wehchen einfach eine Tablette einnehmen könnten, ist das Interesse an pflanzlicher Medizin in den letzten Jahrzehnten wieder stark gestiegen. In frĂŒheren Zeiten, als es noch nicht so viele Medikamente gab, wussten die Menschen noch mehr von der Heilkraft der Pflanzen & wie man sie fĂŒr sich nutzen kann. Zwar ist dieses Wissen teilweise etwas untergegangen, doch in den letzten Jahren besinnen sich die Menschen mehr & mehr zurĂŒck zur Natur.
Nun wollen wir uns mal ganz wissenschaftlich mit dem Thema RĂ€uchern befassen.â Wieso wirken diese Pflanzen, wenn wir sie verrĂ€uchern?
Wir geben bestimmte KrÀuter & Harze zum Beispiel auf eine RÀucherkohle & diese
fangen durch die Hitze an zu glimmen. Dadurch werden die Aromastoffe, die in den Pflanzen
stecken, freigegeben & wir atmen diese durch unsere Nase ein. Hier nimmt dann die InformationsĂŒbertragung seinen Lauf.
Diese Stoffe gelangen als erstes an die Riechschleimhaut in unserer Nase, die dann einen
elektrischen Impuls an verschiedene Areale unseres Gehirns weiterleitet. Der wichtigste Bereich im Gehirn, der angesprochen wird, ist das limbische System. Zum limbischen System zĂ€hlt z.B. der Mandelkern. Weiterhin ist dieses System mit dem Hypothalamus verbunden, dieses steuert das vegetative Nervensystem & schĂŒttet Hormone aus & hat somit Einfluss auf den ganzen
Körper.
Das Tolle ist, dass eine Aromatherapie immer ganzheitlich wirkt.
â Was kann man RĂ€uchern?
GrundsÀtzlich könnte man alle Pflanzen verrÀuchern, die man möchte, doch ist es nicht so,
dass jede Pflanze zum RĂ€uchern geeignet ist. Zum Beispiel ist es nicht besonders
sinnvoll eine Benjamini-Pflanze zu verrÀuchern. Ebenso wird es nicht viel bringen, im
Wald einfach ein Ast vom Boden aufzusammeln & den zu verrÀuchern. Es kommt vor allem auf die Aromastoffe drauf an!
Aufpassen muss man auch bei Pflanzen, bei denen bekannt ist, dass sie giftig sind. Gerade als AnfĂ€nger sollte man davon erst einmal Abstand halten. Es gilt immer: Wenn man rĂ€uchert, dann sollte man sich vorher genau ĂŒber die Pflanze & ihre Wirkung informieren!
Viele RĂ€ucherstoffe findet man auch in der KĂŒche. Wenn Sie jetzt einmal in Ihre KĂŒche gehen, entdecken Sie bestimmt eine Vielzahl von RĂ€uchermöglichkeiten.
Da sind Orangen in der Obstschale,
eine Vanilleschote im GlÀschen,
Kamillentee in Beuteln (bitte immer in Bio-QualitÀt),
da ist Zimt & Muskatnuss bei den GewĂŒrzen
& vielleicht steht da ein Lavendel- oder ein SalbeipflĂ€nzchen.Auf jeden Fall haben Sie vielleicht Thymian, Basilikum oder Rosmarin in getrockneter Form da. All das kannst man natĂŒrlich verrĂ€uchern. Zwar ist die Wirkung einer frisch gesammelten & getrockneten Pflanze stĂ€rker, doch man sieht: RĂ€ucherstoffe findet man ĂŒberall.
Wenn es RĂ€ucherstoffe gibt, die einen nicht bekommen & sich dabei unwohl fĂŒhlt, dann sollte man mit diesen RĂ€ucherstoffen auch nicht rĂ€uchern.
đ± Die Geschichte des RĂ€ucherns
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