Die Eibe im Altweibersommer 🌲🕸
Ihr Lieben,
gestern habe ich euch die zarten Fäden im Altweibersommer gezeigt. Heute möchte ich euch die Trägerin dieses Schleiers vorstellen: die Eibe.
Sie ist eine ganz besondere Hüterin. Eiben können über tausend Jahre alt werden, sie bleiben Winter wie Sommer dunkelgrün, und man sagt, sie stehe für das Ewige, für Tod und Neubeginn zugleich. Kein Wunder, dass sie seit alten Zeiten an Kraftplätzen, Kirchen und Friedhöfen zu finden ist. Sie hat einfach so viel gesehen.
Und ist es nicht schön, wie die Spinnen ihre feinen Netze gerade in ihr aufspannen? Im Schutz der dichten Zweige, unter dem ersten Tau des Herbstes. Die alte Baumfrau und die fleißigen Weberinnen, das passt ganz wunderbar zusammen.
Die Eibe gilt außerdem als das Tor zu den Ahnen und zur Unterwelt. Deshalb werden ihre Nadeln auch zum Räuchern verwendet, wenn man in der dunkler werdenden Zeit mit den Ahnen in Verbindung treten möchte.
Habt ihr eine Eibe in eurer Nähe? Erzählt mir gern, wo ihr sie gefunden habt und was sie euch bedeutet. 🌿
Und denkt daran: Am Sonntag erscheint das Sonntagsinterview mit Alexandra, der Kraftverstärkerin, über das Weib und die Frau. Bis dahin genießt die goldenen Tage!
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