Eine Studie aus den USA hat jetzt untersucht, wie sich eine einmalige Anwendung von Ganzkörperhyperthermie (WBH) auf depressive Symptome auswirkt – und die Ergebnisse sind beeindruckend.
Wärme verbinden wir meist mit Entspannung, Sauna oder Wohlbefinden. Doch eine klinische Studie legt nahe, dass gezielte Ganzkörperhyperthermie auch depressive Symptome beeinflussen könnte.
In einer randomisierten, doppelblinden Studie mit 34 Menschen mit Major Depression
🔸erhielt eine Gruppe eine einmalige intensive Wärmebehandlung, bei der die Körperkerntemperatur auf etwa 38,5 °C angehoben wurde.
🔸Die Vergleichsgruppe erhielt eine Scheinbehandlung ohne die intensive Erwärmung.
Das Auffällige: Bereits nach einer Woche lagen die Depressionswerte der Wärmegruppe deutlich niedriger als in der Kontrollgruppe.
❗️Der Unterschied blieb in dieser kleinen Studie über den gesamten Beobachtungszeitraum von sechs Wochen statistisch signifikant.
Warum Wärme überhaupt auf die Stimmung wirken könnte, ist besonders spannend.
🔸 Wärmereize aktivieren Nervenbahnen und Hirnregionen, die mit Belohnung, emotionaler Regulation und angenehmer Körperwahrnehmung verbunden sind.
Auch Veränderungen der Thermoregulation und neurobiologischer Signalwege werden als mögliche Mechanismen untersucht. 🧐
Damit wird Wärme zu mehr als nur einem angenehmen Gefühl: Sie könnte ein bisher unterschätzter Reiz für Nervensystem, Körperwahrnehmung und Stimmungslage sein.
✅ Die Studie zeigt eindrucksvoll, warum Wärme in der Forschung zunehmend auch unter psychophysiologischen Gesichtspunkten untersucht wird.
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