Wahlergebnisse Mecklenburg Vorpommern:
AfD kommt auf 38,5 Prozent und damit 32 Sitze im Landesparlament. Gefolgt von der SPD mit 35,5 Prozent und 29 Sitzen. Darauf folgen die Linken mit 6,5 und die Grünen mit 5,7 Prozent. BSW, CDU und FDP scheitern an der 5-Prozent Hürde. Damit kann Manuela Schwesig auch in der kommenden Legislaturperiode mithilfe von Linken und Grünen das Land regieren. Einer Regierungsbeteiligung der AfD erteilte sie bereits eine Absage. Der Landesvorsitzende Leif-Erik Holm hat aber Gespräche mit anderen Parteien angekündigt. Hier ist allerdings fraglich, mit wem er eigentlich reden will. Die anderen Parteien dürften sich auf solche Gespräche eher nicht einlassen.
Wahlergebnisse Berlin:
Linke wird mit 24 Prozent stärkste Kraft und kommt damit auf 47 Sitze im Abgeordnetenhaus. Ihr folgt die CDU mit 20 Prozent und 34 Sitzen. Die Grünen erhalten mit 16,4 Prozent 26 Sitze, die AfD mit 16 Prozent 29 Sitze - wegen des höheren Anteils an Zweitstimmen. SPD erhält 13,7 Prozent und wird 22 Abgeordnete stellen. BSW und FDP ziehen auch hier nicht ins Abgeordnetenhaus ein.
Stimmen zur Wahl:
Die Bundesvorsitzenden der AfD, Tino Chrupalla und Alice Weidel, betrachten das starke Abschneiden der Partei in Mecklenburg-Vorpommern als Regierungsauftrag. Alice Weidel erklärte, Friedrich Merz sei der falsche Kanzler für Deutschland.
Dieser wiederum bezeichnete die Wahlergebnisse als ein Desaster, will aber an seiner Regierung festhalten. Am heutigen Montag kommt in der CDU-Bundeszentrale die Bundesspitze der Partei zusammen, um mögliche Konsequenzen aus den Wahlen zu besprechen. Es gibt Gerüchte darüber, dass Merz als Kanzler gestürzt werden könnte. Aber dabei handelt es sich nur um Gerüchte.
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann bezeichnete das Abschneiden ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern zwar als erschütternd, erteilte einem Kurswechsel in der Bundespolitik dennoch eine Absage.
Anders SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf. Er stellte den Reformkurs der Bundesregierung in Frage. Diesen könne man jetzt nicht mehr einfach so umsetzen, erklärte er im ZDF.
Auch die stellvertretende SPD-Vorsitzende und saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger forderte gegenüber dem Magazin Politico eine Kurskorrektur der Bundesregierung. Ein weiter-so könne es nicht geben. Die schlechten Ergebnisse seien vor allem ein Votum über die Bundespolitik gewesen.
International werden die Ergebnisse vor allem als eine Schlappe für Bundeskanzler Friedrich Merz und die regierende Koalition betrachtet. Im Zusammenhang mit der geplanten Aufrüstung Deutschlands gibt es aus Polen Warnungen vor einer starken Bundeswehr unter einer rechtsgerichteten Regierung.
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