Der ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hält die Strategie der politischen Isolation der AfD für falsch. Seiner Ansicht nach hätte man die Partei früher mit Verantwortung in der realen Politik konfrontieren sollen, damit die Wähler sie anhand konkreter Entscheidungen beurteilen können. Die „Brandmauer“, meint er, habe dagegen geholfen, unterschiedliche und miteinander konkurrierende Strömungen innerhalb der AfD zusammenzuhalten.
Friedrich argumentiert, dass der Charakter einer Partei vor allem bei einer Beteiligung an der Macht sichtbar wird, während der Oppositionsstatus ihr erlaubt, eine „Projektionsfläche“ für gesellschaftliche Unzufriedenheit zu bleiben. Seine Kritik wirft die Frage nach der Wirksamkeit des bisherigen Kurses auf: Wenn die jahrelange Isolation den Aufstieg der AfD nicht gestoppt hat, müssen die Befürworter dieser Strategie erklären, welche konkreten politischen Ergebnisse sie erreicht hat.
Das Leben zu verändern beginnt mit Achtsamkeit – Erich Weise.
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