Olivenbaum (Olea europaea), Ölbaumgewächse (Oleaceae)Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum genannt, ist ein mittelgroßer, im Alter oft knorriger Baum aus der Gattung der Ölbäume (Olea), die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehört. Er wird seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert. Er gedeiht im mediterranen Klima mit Jahresdurchschnittstemperaturen von 15 bis 20 °C, wächst als reich verzweigter, immergrüner Baum oder Strauch und erreicht je nach Sorte Wuchshöhen von 10 bis 20 Metern. Der Olivenbaum braucht viel Zeit zum Wachsen, kann aber mehrere hundert Jahre alt werden. Die Bäume wachsen oft an steinigen, steilen Hängen, die im Sommer heiß und trocken sind. Sie benötigen wenig Wasser und Dünger und vertragen diese harten Bedingungen wie kaum eine andere Kulturpflanze.
Mischkultur mit Olivenbäumen als BasisFeige, Granatapfel, Guave, Maulbeere, Japanische Wollmispel, Feijoa, Avocado, Macadamia, Cherimoya, Zapote, Quitte, Kaki, Mandel, Haselnuss, Pistazie, Pekannuss, Karob
Natürlicher „Schädlingsschutz“ durch Kräuter- und BuschlandschaftViele Besucher von AUTarcaMatricultura staunen darüber, dass sie an den Früchten unserer Olivenbäume kaum Stiche der Olivenfruchtfliege entdecken können. Das liegt unserer Ansicht nach an der sehr hohen Biodiversität, in die unsere hunderten Olivenbäume eingebettet sind: eine Kräuter- und Buschlandschaft mit vielen einheimischen Pflanzen, die Insekten und Vögel anlockt. So können Probleme mit der Olivenfruchtfliege und anderen „Schädlingen“ auf natürliche Weise vermieden werden.
Die Olivenfruchtfliege (Bactrocera oleae, eine Art der Bohrfliegen) ist der am weitesten verbreitete Schädling im Olivenanbau. Die Larven der Fliege fressen das Fruchtfleisch der Oliven. Dies reduziert die Erntemenge und mindert die Qualität der Produktion.
Weitere Schädlinge und Krankheiten sind die Olivenschildlaus, die Olivenmotte, der polsterförmige Feuerschwamm und die Tuberkelkrankheit.
Im biologischen Anbau müssen sich die Bauern etwas einfallen lassen, denn das Spritzen mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist nicht erlaubt. Siehe oben.
OlivenernteDer Olivenbaum ist selbstbefruchtend und wird sowohl vom Wind als auch von zahlreichen Insekten bestäubt. Bereits im Alter von etwa 5 Jahren beginnt er, Früchte zu tragen. Auf eine reiche Ernte in einem Jahr folgt oft eine geringere im nächsten. Aus 1 Tonne Oliven werden in der Regel 225 bis 270 Liter Öl gewonnen. Die Oliven sind anfangs grün und reifen im Laufe des Winters zu schwarzen Früchten heran. Sie können sowohl grün als auch schwarz geerntet werden. Unserer Erfahrung nach ist die Ernte dort am ergiebigsten, wo der Boden um die Olivenbäume herum mit kriechendem Rosmarin, Zitronenthymian, Oregano und/oder Lavendel bewachsen ist. Die blühenden Kräuter locken zahlreiche bestäubende Insekten an und fördern damit die natürliche Bestäubung.
Wir haben die Olivensorten Arbequina, Hojiblanca, Picual, Gordal und Manzanilla angepflanzt. Es wird empfohlen, kompatible Sorten gemeinsam zu pflanzen, um die Bestäubung und damit den Fruchtansatz zu fördern.
Der älteste bekannte Olivenbaum wächst auf der Insel Kreta und wird auf ein Alter von etwa 3.500 Jahren geschätzt.
Wir konservieren unsere Oliven nach folgendem Rezept.https://youtu.be/rPLHEPI0wskBild: AUTarcaMatricultura
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