🔸 Ermstäler Knorpelkirsche 🔸
Die Ermstäler Knorpelkirsche ist eine Süßkirschensorte. Sie wird bis heute im Ermstal am Fuße der Schwäbischen Alb kultiviert. Da sie recht klein ist, wird sie nicht von Lebensmittelmärkten angeboten, ihr Anbau ist rückläufig.*
Die Süßkirschensorte wurde im Ermstal im Landkreis Reutlingen gezüchtet. Viele Obstbäuerinnen aus der Gemeinde Dettingen an der Erms trugen lange Zeit den Weidenkorb mit Kirschen auf dem Kopf auf die Märkte der umliegenden Städte. Noch heute gehören ca. 40 % der im Ermstal vorkommenden Kirschbäume zur Sorte Ermstäler Knorpelkirsche.*
Die Ermstäler Knorpelkirsche ist eine schwarze, witterungsbeständige Süßkirschensorte. Die Früchte sind klein und festfleischig. Die Sorte trägt erst im fortgeschrittenen Alter, liefert dann aber unter günstigen Bedingungen umso bessere Erträge. Sie trägt üblicherweise Mitte Juli reife Früchte.*
Aufgrund ihres intensiven fruchtigsüßen Aromas und hohen Zuckergehalts eignen sich die Ermstäler Knorpelkirschen für die Herstellung von Obstbränden, Likören und Marmeladen. Sie werden auch zu Dörrkirschen, Fruchtgummis und Säften verarbeitet.*
👉 Jungbäume können in einer regionalen Baumschule erworben werden. Die Ermstäler Knorpelkirsche ist während der Fruchtentwicklung empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.
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