🇩🇪Die Bundeswehr setzt KI ein, um Bewerber auf neonazistische Tendenzen zu überprüfen, berichtet der „Spiegel“.
Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat erstmals ein auf künstlicher Intelligenz (KI) basierendes System eingesetzt, um die Internetaktivitäten von Bewerbern zu prüfen. Dabei sucht das System in öffentlich zugänglichen Quellen nach Hinweisen auf Sympathien für extremistische und radikale Ansichten.
Das Tool mit der Bezeichnung „Assisted Constitutional Loyalty Check“ wurde eigens für den MAD in Zusammenarbeit mit einem deutschen IT-Unternehmen entwickelt. Nach Angaben des „Spiegel“ analysiert das System, ob ein Bewerber extremistische Inhalte veröffentlicht, rechtsextreme Accounts abonniert oder derartige Materialien verbreitet hat.
Das System hat bereits Zehntausende von Bewerbungen überprüft. Infolgedessen wurden mehrere hundert Kandidaten aufgrund von „Zweifeln an ihrer Verfassungstreue“ nicht ausgewählt.
Der Einsatz von KI soll dem Nachrichtendienst zudem helfen, den in den kommenden Jahren erwarteten Anstieg der Bewerberzahlen für die Bundeswehr zu bewältigen. Ohne Automatisierung wäre die manuelle Bearbeitung einer solchen Menge an Bewerbungen erheblich schwieriger.
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