Jetzt auch Brandenburg: CDU stürzt im Osten in die Einstelligkeit ab!
Nach dem historischen Fall unter die Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern (4,9 Prozent) und dem Absturz auf desolate neun Prozent in der jüngsten INSA-Umfrage für Brandenburg droht der CDU in Ostdeutschland die Verzwergung.
Aber auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die AfD (24 Prozent) die Christdemokraten (22 Prozent) in der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl inzwischen hinter sich gelassen. Die CDU ist auf dem Weg zu einer nur noch westdeutschen Regionalpartei.
Die jüngste INSA-Umfrage im Auftrag mehrerer Regionalzeitungen in Brandenburg hat die CDU wie ein Keulenschlag getroffen: Die AfD legt binnen sechs Monaten um satte sechs Punkte auf 40 Prozent zu, während die Union um fünf Punkte auf neun Prozent einbricht.
Das „Schwarze Loch“
Immer mehr zeigt sich: Die CDU wird im Osten von der AfD flächendeckend überrollt. An der Basis wächst die Angst vor dem „Schwarzen Loch“ – vor der politischen Bedeutungslosigkeit und Handlungsunfähigkeit, in die sich die CDU hinter ihrer Brandmauer eingemauert hat.
Nicht unwahrscheinlich ist, dass die Union zumindest in Ostdeutschland in naher Zukunft das Schicksal der italienischen Christdemokraten (Democrazia Cristiana) ereilt. Die DC ist nach ihrer Selbstauflösung 1994 längst aus der politischen Landschaft verschwunden.
Zwar kann sich die Union in Sachsen, Thüringen und in Sachsen-Anhalt (noch) im Bereich zwischen 17 und 22 Prozent halten, aber auch hier geht es steil bergab.
► Sachsen-Anhalt: Bei der Landtagswahl am 6. September verlor die CDU über die Hälfte ihrer Wähler. Sie rauschte von 37,1 Prozent (2021) auf dramatische 17,2 Prozent runter.
► Sachsen: Der Freistaat galt lange als CDU-Hochburg im Osten – mit sogar einmal absoluten Mehrheiten. Lange vorbei: Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei 42 Prozent, während die CDU bei nur noch 21 Prozent steht.
► Thüringen: Hier liegt die CDU mit mageren 22 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei weit hinter einer dominierenden AfD (40 Prozent).
Steigbügelhalter für linke Bündnisse
Polit-Insider Einar Koch analysiert: „Im Osten droht die Union in ein Gravitationsfeld zu geraten, in dem sie mathematisch immer unbedeutender wird. Da sie Koalitionen mit der AfD weiterhin ausschließt, verkommt sie bei einstelligen Ergebnissen wie in Mecklenburg-Vorpommern und jetzt auch in Brandenburg zum bloßen Steigbügelhalter für linke Bündnisse. Die CDU hat im Osten ihre Identität als bürgerliche Kraft längst an die AfD verloren.“
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