Warum ist Russland nach dem demokratischen Aufbruch Anfang der 1990er Jahre wieder zu einem autoritären und aggressiven Staat geworden?
In einem wütenden Aufsatz aus dem Straflager rechnet der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mit den Reformern ab, die zu leicht bereit waren, demokratische Prinzipien aufzugeben. Und er äußert seine Angst, dass die gleichen Fehler wieder gemacht werden, wenn sich nach einem Ende des Putin-Regimes eine neue Chance auftut. Aus einem Moskauer Gefängnis antwortet ihm der Historiker und Oppositionspolitiker Wladimir Kara-Mursa. Seiner Überzeugung nach müssen die Archive geöffnet, die Verbrechen des Staates benannt und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden, damit das Land nicht wieder in autoritäre Strukturen zurückfällt. Der im Exil lebende Journalist Maxim Trudoljubow mahnt: Bei aller Kritik am Regime dürfe die russische Opposition ihre eigenen Fehler nicht vergessen. 👇
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