„Ihr wurdet gewarnt. Haut ab und schreibt nichts.“ Das riefen Angaben von Meduza zufolge die Angreifer, die die Journalistin Jelena Milaschina und den Anwalt Alexander Nemow krankenhausreif prügelten. Die Organisationen Memorial und das Team gegen Folter berichteten, der Journalistin und dem Anwalt seien Pistolen an den Kopf gehalten worden. Die Angreifer übergossen Jelena Milaschina mit einer grünen Farblösung – schon in der Vergangenheit wurden russische Oppositionelle zum Opfer solcher Farbattacken. Der Übergriff ereignete sich kurz nach Ankunft der Reporterin in Tschetschenien.
Dort sollte Milaschina über den Prozess gegen Sarema Mussajewa berichten: Die wurde 2022 von tschetschenischen Polizisten gewaltsam nach Grosny gebracht, nachdem ihre Söhne sich kritisch über Ramsan Kadyrow geäußert hatten. Das Gericht verurteilte sie zu fünfeinhalb Jahren Haft. Ihr Anwalt, Alexander Nemow, konnte laut Mediazona aufgrund des Überfalls nicht zur Urteilsverkündung kommen.
Jelena Milaschina ist eine renommierte Investigativ-Journalistin und Expertin für Tschetschenien, die regelmäßig Menschenrechtsverletzungen in der russischen Teilrepublik aufdeckte – etwa die Folter von Homosexuellen. 👇
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