Momentan tagt ein Moskauer Gericht bezüglich einer Verlängerung der Untersuchungshaft von der Autorin Swetlana Petriichuk und der Regisseurin Jewgenija Berkowitsch. Sie wurden im Mai für ihr preisgekröntes Theaterstück wegen angeblicher „Rechtfertigung von Terrorismus“ angeklagt.
Ein Präzedenzfall im postsowjetischen Russland: Noch nie zuvor wurde Strafanzeige wegen einer Theaterproduktion erhoben. Bei früheren Anklagen im, zum Beispiel gegen Kirill Serebrennikow, wurden Wirtschaftsverbrechen o. ä. ins Feld geführt. Auf Open Democracy berichtet Mikhail Kaluzhsky über den Fall.
Worum geht es in dem Stück, das als eines der einflussreichsten feministischen Statements des russischen Theaters gilt – und dessen Inhalte von Experten der russischen Polizei und Staatsanwaltschaft als „Widerspruch zu Russlands männlicher Lebensweise” bezeichnet wurden?
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