Leseempfehlung: Moskau hat einen „Igel in die Hose“ losgelassen
Der Ausspruch „Igel in der Hose“ geht auf Nikita Chruschtschow zurück, der in Anbahnung der Kuba-Krise gesagt haben soll, man „müsse einen Igel in die Hosen von Uncle Sam lassen“. Der belarussische Politologe Waleri Karbalewitsch nutzt die Redewendung auf SN Plus um zu verdeutlichen, warum der Kreml dem Chef der sogenannten LNR, Denis Puschilin, einen Besuch beim belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko „verordnet“ hat. Dieser Besuch fand am 18. April 2023 in Minsk statt. Daraufhin kam es zum Eklat in den ukrainisch-belarussischen Beziehungen. Der ukrainische Präsident Wolodomyr Selensky ließ seinen Botschafter in Minsk abberufen, was trotz Lukaschenkos Verstrickung in den russischen Angriffskrieg bisher nicht geschehen war. Karbalewitsch analysiert, warum Moskau an Puschilins Besuch Interesse hat und was dies für die Zukunft der ukrainisch-belarussischen Beziehungen bedeuten könnte. Fährt Lukaschenko etwa eine zweigleisige Politik, indem er loyal zum Kreml steht und gleichzeitig versucht, geheime Absprachen mit der ukrainischen Führung zu treffen? Diese wiederum habe Interesse daran, Lukaschenko an einem direkten Eintreten in den Krieg zu hindern: Die Ukraine habe laut Karbalewitsch womöglich sogar Lobbyarbeit bei der EU geleistet, um weitere Sanktionen gegen Belarus zu verhindern. Mit dem Empfang von Puschilin habe Lukaschenko nun allerdings „seinen Rubikon“ überschritten – womit auch die Chancen steigen, dass Kyjiw Swetlana Tichanowskaja offiziell als Oppositionsführerin anerkennen könnte, was bis dato nicht passiert ist.
russisches Original / Übersetzung aus Google Translate
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