Grausame Verbrechen in einem sibirischen Dorf, das laut seinen Einwohnern das Wort „Mord“ bis dato nicht kannte.
Im Ort selbst: patriotische Losungen und Plakate mit Appellen zur Mobilisierung, der Buchstabe „Z“ an Zäune und Haustüren gemalt.
Ist doch allen klar, warum so was passiert, aber zu sagen traut sich’s keiner. Was soll der Krieg sonst mit den Menschen anrichten? Diese Anspannung immer, und die Männer dürfen sich ja nicht fürchten, also bahnt sich diese ganze Angst und Anspannung ihren Weg in die Aggression. Das ist erst der Anfang.
Das Sibirien-Portal Ljudi Baikala war in dem rund 1.000 Einwohner zählenden Dorf Kaljonowo in Burjatien – und hat die Menschen gefragt, wie sie mit den Morden umgehen, darüber reden und sie sich erklären.
Eine Reportage: