Wir haben den Drachen besiegt – und dann sahen wir, dass ringsum lauter Ratten waren.
Weder unsere Literatur noch unsere Kunst weiß, wie man Ratten bekämpft.
Diese Monster sitzen in jedem von uns.
Die belarussische Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch sprach bei einer Veranstaltung in Warschau über das Fortwirken sowjetischer Denkmuster – und warum der „rote Mensch“ noch immer lebt.
Sie reflektiert, wie tief das Erbe von Diktatur, Gewalt und wirtschaftlicher Entbehrung im Bewusstsein vieler Menschen verankert ist – und wie daraus heute neue Rechtfertigungen für Krieg, Gehorsam und Ungleichheit entstehen.
Eine Perspektive auf die Gegenwart in Russland und der Welt – von einer Schriftstellerin, die seit Jahrzehnten das postsowjetische Trauma in der Literatur begleitet.
