Heute vor 39 Jahren kam es zur größten Atomkatastrophe in der Geschichte: Nahe der ukrainischen Stadt Prypjat explodierte der Reaktor-Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl.
Hunderte Notfall-Einsatzkräfte – vor allem die sogenannten Liquidatoren – starben unmittelbar nach der Katastrophe. Am schwersten betroffen waren die Ukraine, Russland und Belarus, auf dessen Territorium rund 70 Prozent des nuklearen Fallouts als Cäsium-137 niedergingen. Die langfristigen Folgen und die Opferzahl werden nie eindeutig bestimmbar sein.
Der russische Publizist Andrej Archangelski diagnostiziert der russischen Gesellschaft eine Unfähigkeit zu trauern – und warnt vor einem „mentalen Tschernobyl“, dem moralischen Kollaps.
Ein Archiv-Text von 2016:
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