Ende September 1941 verübte die Wehrmacht eines der größten Einzelmassaker an Jüdinnen und Juden im Zweiten Weltkrieg: Die Ermordung von mehr als 33.000 Männern, Frauen und Kindern in der Schlucht Babyn Jar bei Kyjiw.
Bevor sich die deutschen Besatzer gut zwei Jahre später, im November 1943, vor der anrückenden Roten Armee aus Kyjiw zurückzogen, versuchten sie, die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen.
Wladimir Dawydow ist einer der KZ-Häftlinge, die die zu Tausenden verwesenden Leichen aus der Grube holen, auf Scheiterhaufen verbrennen, die unverbrannten Knochen zermahlen und wieder in die Grube werfen müssen. Während die Besatzer nebenan weiter morden.
Als es irgendwann keine Leichen mehr zu verbrennen gibt, bauen Dawydow und seine Mithäftlinge einen letzten Scheiterhaufen – für sich selbst.
Wie die Nazis in Babyn Jar mordeten und Jahre später die Beweise beseitigen ließen, erzählen zwei Überlebende in der neunten Folge unseres Erinnerungsprojektes „Der Krieg und seine Opfer“.
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