Roman Protassewitsch war nach seiner filmreifen Festnahme wohl der bekannteste politische Gefangene in Belarus: Die Bilder der Inhaftierung nach einer erzwungenen Notlandung eines Flugzeugs über Minsk gingen um die ganze Welt, Protassewitsch wurde zu einem Symbol des Widerstands.
Als die ersten Videos erschienen, in denen der Aktivist reumütig Geständnisse ablegt und gelassen Gerüchte über Folter dementiert, war das für die belarussische Gesellschaft nachvollziehbar:
In Haft und unter Folter ist moralisch alles erlaubt, um das eigene Leben und die eigene Freiheit zu retten.
Nur denunzieren, sich durch Petzen freikaufen, das ist ein absolutes Tabu. Eine Grenze, die Protassewitsch inzwischen mehrfach überschritten hat.
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