Zu Beginn des Krieges war es wesentlich einfacher zu fotografieren.
Es gab Gebiete, die man leicht erreichen konnte, um die Folgen der Kriegshandlungen zu dokumentieren, mit den Menschen zu sprechen, alles zu sehen, was passiert war, bevor aufgeräumt wurde.
Je länger der Krieg dauerte, desto mehr Regeln tauchten auf.
Alexander Vasukovich ist einer der bekanntesten belarussischen Fotografen. Seit der russische Angriffskrieg in der Ukraine tobt, war er mehrfach mit seiner Kamera an der Front. Wegen seiner Arbeit ist der Fotograf in Belarus nicht mehr sicher, er lebt mittlerweile im Exil.
Im Interview mit dekoder erzählt Vasukovich, wie er die Ukraine und ihre Menschen über mehrere Jahre fotografischer Kriegs-Dokumentation erlebt hat – und warum es für ihn so wichtig war, trotz der Repressionen im eigenen Land weiterzumachen.
Fotografie: Alexander Vasukovich
Bildredaktion: Andy Heller