Nach der Einführung einer strengen Militärzensur im März 2022 sind viele Journalisten aus Russland geflohen. Sie wollten sich nicht den Regeln unterwerfen, nach denen der Krieg „Militärische Spezialoperation“ genannt werden muss und die Angaben des Verteidigungsministeriums als einzige wahre Quelle erlaubt sind. Seitdem beobachten sie die Entwicklung in ihrem Heimatland vom Baltikum, von Georgien oder von Westeuropa aus.
Es gibt aber auch einige wenige Medien, die im Land geblieben sind, und trotzdem versuchen, unabhängige Berichterstattung zu machen. Ein Reporter von Takie Dela hat bei der Regionalzeitung Swobodnyje Nowosti („Freie Nachrichten“) in Saratow beobachtet, wie der Balanceakt auf dem schmalen Grat zwischen Gefängnis und Opportunismus im Alltag aussieht.
https://www.dekoder.org/de/article/pressefreiheit-russland-lokalzeitung
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