Paracetamol (Acetaminophen) wurde am 14.03.2020 von Frankreich und am Folgetag von der WHO empfohlen. Ibuprophen sollte hingegen gemieden werden bei der Behandlung von Fieber, Schmerzen bei COVID-Infektion. Das Schaubild zeigt, dass von Beginn an Studien warnten, dass die Todesrate deutlich gestiegen ist bei Menschen mit Paracetamol-Behandlung. Rot bedeutet Behandlung mit dem Wirkstoff bewirkt mehr Tote als in der Kontrollgruppe. Zahlreiche Studien dokumentierten diesen Risikoalarm.
Ähnlich wie mit der künstlichen invasiven Beatmung bewirkte die Fehlanweisung eine starke Steigerung von schweren Krankenhaus- und Todesfällen. Sie starben, obwohl man doch dem "Goldstandard der WHO" folgte. Gab es eine Evidenz für die Empfehlung zu Beginn? Nein! Was hat's gebracht? Geld für die Hersteller! Wird das aufgearbeitet? Nein...wenn nicht endlich Parteien an die Macht kommen, die sich um eine echte Aufklärung kümmern, statt Politikkosmetik zu betreiben.
Frankreich zeigt eindrucksvoll, dass die Empfehlung von Paracetamol und Warnung vor Ibuprofen der staatl. Stelle das Kaufverhalten beeinflusste.
Nach Einführung der französischen Empfehlung brach der Ibuprofen-Verbrauch (die verbotene Alternative) massiv ein.
Die französischen Arzneimitteldaten zeigen zeitweise gegenüber den Vergleichsperioden ungefähr: Ibuprofen −80 %, während Paracetamol zunächst deutlich häufiger verwendet wurde. ANSM
Deutschland: Am 20. März verbreitete die Arzneimittelkommission die BfArM/EMA-Einschätzung:
Bei Fieber oder Schmerzen bei COVID sollten sämtliche Behandlungsoptionen einschließlich Paracetamol und NSAR berücksichtigt werden.
Und ausdrücklich:
Es gebe keine Evidenz für eine Verschlechterung durch Ibuprofen. AKdÄ
Trotzdem explodierte in Deutschland der Paracetamol-Verbrauch
Das ist möglicherweise der interessanteste Befund. Eine spätere deutsche Arzneimittelverbrauchsstudie zeigt für März 2020 gegenüber März 2019:
Ibuprofen: +19 %
Paracetamol: +111 %
Bei OTC-Paracetamol sogar:
+127 %. PubMed Central (PMC)
Eine weitere IQVIA-Auswertung zeigt in Kalenderwoche 12 – also genau zur Zeit der internationalen Ibuprofenwarnung – einen Anstieg auf etwa 5,3 Millionen Packungen Analgetika bzw. eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Paracetamol. IQVIA
Die Nachfrage wurde so groß, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 24. März 2020 Maßnahmen gegen einen Versorgungsengpass einleitete.
Apotheken sollten: Alternativen prüfen,
Paracetamol nur abgeben, wenn keine Alternative infrage kommt, nur Mengen für den akuten Behandlungsfall ausgeben.
Ärzte wurden ebenfalls gebeten, Paracetamol zurückhaltend zu verordnen. Deutsches Arztportal
Das ist ein ziemlich starker Hinweis darauf, wie groß die Behördenkommunikation und internationale Empfehlungen einzelner Länder (Frankreich+WHO) einen weltweiten Verbrauch von Einzelmedikamenten, Arzneimitteln verursacht. In diesem Fall hat es sogar zusätzlich Menschenleben gekostet. Die Ursache der tödlichen Wirkung?
Biologische Plausibilität
Zwei Mechanismen werden diskutiert:
1. Fiebersenkung: Fieber ist Teil der antiviralen Immunantwort. Eine aggressive Fiebersenkung könnte theoretisch Virusreplikation oder Immunantwort beeinflussen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Senken hohen Fiebers schädlich ist.
2. Glutathion: Paracetamol wird teilweise über einen Stoffwechselweg verarbeitet, der Glutathion verbraucht; bei Überdosierung ist die Glutathion-Depletion zentral für die Hepatotoxizität.
Das begründet eine legitime retrospektive Arzneimittelsicherheitsfrage.
Zu den Studien über Sterblichkeit nach Paracetamol: https://c19early.org/acemeta.html#fig_fp
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