Das quälende Gefühl, nie schön genug zu sein, nie den eigenen Ansprüchen zu genügen.
Menschen mit einer körperdysmorphen Störung empfinden einzelne Merkmale ihres Aussehens als schwerwiegende Makel, obwohl andere diese kaum oder gar nicht wahrnehmen.
Der Blick in den Spiegel wird zur täglichen Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbild.
Soziale Medien, Filter und scheinbar makellose Gesichter können diesen inneren Druck noch verstärken. Das fremde Ideal wird zum Maßstab, während der liebevolle Blick auf sich selbst zunehmend verloren geht.
Doch nicht jedes seelische Unbehagen lässt sich operieren.
Denn hinter dem Wunsch, den eigenen Körper immer weiter verändern zu wollen, kann eine viel tiefere Sehnsucht liegen: sich endlich annehmen zu können, ohne ständig etwas an sich verändern zu müssen.
Und dann braucht ein Mensch womöglich keine weitere Veränderung seines Spiegelbildes, sondern Verständnis, ein offenes Ohr und gegebenenfalls therapeutische Unterstützung.
Denn kein noch so perfektes Äußeres kann dauerhaft ersetzen, was im Inneren an Selbstannahme fehlt.
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Art: Netzfund
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