Dialektwort der Woche: Der Gitsch 👧
In Südtirol und Tirol sagt man zu einem Mädchen nicht nur „Mädchen", sondern je nach Tal auch „Gitsch" oder „Gitsche".
Das Wort zeigt eindrucksvoll, wie kleinräumig Dialekte selbst innerhalb einer einzigen Region sein können: Im Überetsch und rund um Bozen heißt es „Gitsch", im Pustertal „Gitsche", in Meran hingegen eher „Madl". Für ein kleines Mädchen gibt es zärtliche Verkleinerungsformen wie „Gitschele", „Gitschala" oder „Gitschile". Richtung Salzburg wiederum sagt man meist „Diandl". Insgesamt zählt man in Südtirol rund 40 unterschiedliche Talschaftsdialekte.
Die genaue sprachliche Herkunft des Wortes „Gitsch" selbst liegt bislang im Dunkeln – selbst die Sprachwissenschaft hat hier noch keine gesicherte Antwort gefunden. Ein schönes Beispiel dafür, wie viel an Mundart noch zu erforschen und zu bewahren ist, bevor sie in Vergessenheit gerät.
Sagt man in Ihrer Familie oder Region auch Gitsch, Madl oder Diandl? Oder kennen Sie ein ganz anderes Wort dafür?
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Jetzt braucht der Buttervogel eine kleine Verschnaufpause. Und so geht es zurück in die Heimat. Dort wartet sein Lieblingswort.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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