Dialektwort der Woche: Schietwetter 🌧
In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg sagt man nicht „schlechtes Wetter", sondern „Schietwetter" – für Regen, Wolken und steifen Wind, wie er an der Nordseeküste keine Seltenheit ist.
Das Wort setzt sich zusammen aus dem Niederdeutschen „Schiet" (Scheiße, Mist) und „Wedder" (Wetter) – wörtlich also „Scheißwetter". Interessant ist eine alte volksetymologische Deutung: Ursprünglich soll dahinter der Spruch „Ess dien Teller ledig, sonst gifft dat schiet wedder" stecken – iss deinen Teller leer, sonst gibt's schlechtes Wetter. Da „wedder" im Plattdeutschen sowohl „wieder" als auch „Wetter" bedeuten kann, entstand daraus über die Zeit die heutige Bedeutung.
„Bi Schietwetter bliewt wi in'n Hus" – bei Schietwetter bleiben wir im Haus, sagt man an der Küste.
Wie nennt man in Ihrer Region schlechtes Wetter? Gibt es auch bei Ihnen ein eigenes Wort dafür?
🌧 🌧 🌧
Und nächste Woche flattert der Buttervogel dialektisch in die Berge.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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