Dialektwort der Woche: Die Grumbeer 🥔
In der Pfalz, im Saarland und in Baden sagt man nicht „Kartoffel", sondern „Grumbeer" oder „Grumbeere" – wörtlich übersetzt „Grundbirne", weil die Knolle im Boden („Grund") wächst und ungefähr die Form einer Birne hat.
Der Name setzte sich seit dem 18. Jahrhundert durch, um die Kartoffel von der ähnlich benannten Topinambur (damals „Erdapfel" genannt) zu unterscheiden. Je nach Gegend gibt es zahlreiche Lautvarianten: „Grombeere" im Saarland, „Grambeere" in der Nordpfalz, „Grambiere" im Südwesten der Pfalz.
Eine der schönsten Wortgeschichten überhaupt: Pfälzer Auswanderer nahmen den Begriff im 18. Jahrhundert mit auf ihre Reise in den Donauraum – bis heute heißt die Kartoffel in mehreren südslawischen Sprachen „Krumpir" oder „Krompir". Ein pfälzisches Dialektwort, das über Jahrhunderte und Ländergrenzen hinweg gewandert ist.
Sagen Sie auch „Grumbeer", oder kennen Sie noch andere Wörter für die Kartoffel aus Ihrer Region?
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Nächste Woche fliegt der Buttervogel weiter gen Süden in die Schweiz.
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