Septembermorgen (1827)
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen;
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Mörike (1804–1875)
🍃🍃🍃
Eduard Mörike schrieb dieses Gedicht 1827, ein Jahr nachdem er sein Theologiestudium abgeschlossen hatte. In dieser Zeit zog er als Vikar durch verschiedene Orte in Württemberg und suchte zugleich nach seinem Weg als Schriftsteller.
Aus dieser von Unsicherheit und Veränderung geprägten Zeit entstand eines der bekanntesten deutschen Herbstgedichte.
Sechs Zeilen für einen einzigen Augenblick: den Moment, in dem sich der Nebel hebt, der Schleier fällt und die Welt dahinter plötzlich in warmem Gold erscheint.
Manchmal braucht es eben nur einen Augenblick, damit aus Grau wieder Gold wird.
Der Buttervogel wünscht Ihnen einen Tag voller goldener Momente. ☺️☺️☺️
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