Dialektwort der Woche: Die Molle 🍺
In Berlin bestellt man kein „Bier", sondern „eine Molle" – gerne noch ergänzt um „mit Korn", den kleinen Schnaps dazu. Auf ein bestimmtes Glas legt man sich dabei übrigens nicht fest: Die Molle kommt aus der Tulpe, der Kugel oder dem Humpen – Hauptsache, sie ist da.
Das Wort hat eine überraschend lange Reise hinter sich: Es geht zurück auf das lateinische „mulctra" – ein Melkgefäß, abgeleitet vom Verb „mulgēre" (melken). Über mittelniederdeutsche Formen wie „molde" und „molle", die zunächst Milch- oder Butterkübel und Backtröge bezeichneten, gelangte das Wort schließlich ins Berlinische, wo es seit dem 19. Jahrhundert für ein Bierglas steht.
Vom Melkkübel zum Feierabendbier – eine Wortgeschichte, die zeigt, wie sich Bedeutungen über Jahrhunderte wandeln können.
Wie nennt man ein Bier in Ihrer Region? Gibt es auch bei Ihnen ein eigenes Wort dafür?
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Nächste Woche flattert der Buttervogel ins Saarland und lässt es sich kulinarisch gut gehen.
➡️ Sie lieben die deutsche Sprache. Dann folgen Sie dem BUTTERVOGEL. 🦋
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