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Nazis verharmlost:
Kerkeling tut das, wovor er bei AfD warnt
"Kerkeling tut genau das selbst, wovor er bei der AfD warnt – er bagatellisiert die Nazis. „Einer verbrecherischen Bande ist Deutschland damals aufgesessen“, sagte er im thüringischen Landtag.
Nur: Die Nazis konnten nicht die Macht 1933 „ergreifen“, weil die Deutschen ihnen damals „aufgesessen“ sind, oder weil sie „wegschauten“, ganz im Gegenteil: Weil die Nazis ihnen ein in den Augen vieler attraktives, optimistisches Versprechen für eine persönlich sozial gesicherte Zukunft in einem von ihnen zur „arischen Volksgemeinschaft“ geeinten Land ohne Standesdünkel gaben.
Kerkeling gründet seine Forderung nach einem AfD-Verbotsverfahren auf eine angebliche historische Parallelität. Aber: Was soll man von einer Schlussfolgerung halten, die auf einer historischen Lesart beruht, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht standhält?
Kerkeling inszeniert sich seit einiger Zeit schon als Nazi-Betroffener – und begründet das mit der Erfahrung seines kommunistischen Großvaters, der ein Nazi-Opfer war. So bei einer Gedenkrede in Buchenwald. Nun berichtete die „Münsterland“-Zeitung über neue historische Funde zu Kerkelings Großvater. Dokumente belegten dessen „Straftaten, Vorstrafen und eine Verurteilung wegen Bandendiebstahls“, heißt es in einem Bericht von Ende August.
Kerkelings Opa war ein Nazi-Opfer – aber er hatte wohl auch eine Seite, zu der Kerkeling bis heute nichts sagt. Was ein Makel ist, wenn man eine aktuelle politische Entscheidung auf geschichtliche Wahrhaftigkeit gründen will."
https://x.com/tomdabassman/status/2105921529351483822?s=20
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