Abascal war am 23. September aus ihrer Wohnung im Madrider Stadtteil Retiro geräumt und ins Krankenhaus gebracht worden. Aber nicht aus gesundheitlichen Gründen: Man warf sie aus ihrem langjährigen Zuhause.
Die Seniorin war 1956 mit ihren Eltern in die Wohnung in der Calle Alcalde Sainz de Baranda eingezogen.
Nach dem Tod der Eltern übernahm sie den alten Mietvertrag. Lange Zeit zahlte sie eine Miete von etwa 500 Euro. 2018 kaufte die Immobilienfirma Urbagestión das Gebäude.
Die neuen Eigentümer fanden eine rechtliche Möglichkeit, den alten Mietvertrag zu beenden. Dann erhöhten sie die Miete drastisch. Zunächst forderten sie 2.650 Euro – eine Erhöhung um rund 275 Prozent. Später senkten sie die Miete auf 1.650 Euro.
Für Abascal, die schwerbehindert ist und im Rollstuhl sitzt, blieb auch diese Forderung untragbar – sie bezieht nur eine Rente von etwa 1.350 Euro.
Das Immobilienunternehmen klagte daher auf Räumung und bekam vor Gericht Recht.
Nach mehreren gescheiterten Räumungsversuchen wurde die Seniorin am vergangenen Mittwoch mit Polizeieinsatz aus ihrer Wohnung geholt.
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