AfD ändert Kurs: Euro soll bleiben, aber reformiert werden
In einem neuen Strategiepapier rückt die AfD von ihrer früheren Forderung nach einem Euro-Austritt ab. Statt die gemeinsame Währung abzuschaffen, will die Partei den Euro künftig „auf ein tragfähiges Fundament aus Eigenverantwortung und Haftung“ stellen. Auch ein Austritt aus der Europäischen Union steht nicht mehr im Vordergrund.
Stattdessen setzt die AfD auf Reformen: Die EU soll ein Bund souveräner Nationen werden, der sich vor allem auf Binnenmarkt, Sicherheit und Außengrenzschutz konzentriert. Deutschland soll bei Themen wie Migration, Finanzen und Sozialem die Möglichkeit eines Opt-outs erhalten. Die Direktwahl der EU-Abgeordneten will die Partei abschaffen und durch die Entsendung aus den nationalen Parlamenten ersetzen.
Das Papier wurde Ende September bei einem Treffen von AfD-Abgeordneten besprochen, an dem auch Parteichef Tino Chrupalla teilnahm. Noch im Bundestagswahlprogramm 2025 hatte die Partei klar einen Austritt aus dem Euro-System gefordert.
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