Die Flydubai-Geschichte wird immer irrer, je öfter Netanyahu sie erzählt
Am 30. September startete ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv. Über Jordanien verlor die Boeing 737 abrupt rund 4900 Meter Höhe, sendete Notcodes und landete sicher in Tabuk in Saudi-Arabien. Ein Teil des Seitenruders war beschädigt, beide Piloten verletzt, alle Insassen überlebten.
Zunächst meldeten israelische Medien eine Prügelei zwischen einem russischen und einem ukrainischen Piloten. Später wurden dieselben Nationalitäten zu gemeinsamen Rettern umgedeutet. Nach Angaben der Ermittler griff der omanische Copilot den indischen Kapitän an. Weitere Piloten und Passagiere halfen, die Maschine unter Kontrolle zu bringen. Die Emirate untersuchen Motive und mögliche Planung.
Netanyahu wartete die Klärung nicht ab. Er sprach von einem vereitelten 9/11, radikalislamistischer Indoktrinierung und stellte den israelischen Installateur Yaniv Hayun als Helden dar, der das Flugzeug gerettet habe. Mit blutverschmierter Kleidung empfing er ihn und verglich den Vorfall mit Hollywood. Je öfter die Geschichte erzählt wird, desto absurder und geschlossener wird sie – während die Ermittlungen noch laufen.
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